Lifestyle EY! Fotographie im Interview

EY! Fotographie im Interview

FRÖHLICHE VIERBEINER

Hundefotografie made in Findorff. Die Bilder von Fotograf Ercan Yildirim und Make-up Artist Janina de Vries von EY! Fotografie sind ein echter Hingucker. Bei einem Foto-Shooting trafen sich die beiden Hundefreunde zufällig. Seitdem führt für sie kein Weg mehr an der gemeinsamen Arbeit mit den sympathischen Vierbeinern vorbei.

Wie bekommst du es hin, das Hundegesicht so scharf zu fotografieren?
Ercan: Vor allen Dingen ist ein Blitz wichtig. Man braucht aber auch das richtige Timing, um den Hund in genau dem Moment zu erwischen, auf den man abzielt. Dabei helfen auch einige Kameraeinstellungen weiter.

Wie baut ihr die Verbindung zu deinen vierbeinigen Models auf?
Janina: Viele Hunde sind zum Glück leicht bestechlich. Meistens hilft also Futter. Wenn nicht, dann gibt es auch mal eine ausgedehnte Streicheleinheit. Es kommt aber auch oft vor, dass die Herrchen aufgeregter sind, als die Hunde selbst. Das wittert der Hund natürlich und wird dadurch selbst unruhiger. In so einer Situation ist es hilfreich beide zu trennen.

Wo liegen die Herausforderungen bei der Hundefotografie? Was ist besonders schwierig?
Ercan: Jeder Hund hat einen anderen Charakter. Die einen sind bockig oder aufgedreht, während andere ganz ruhig bleiben. Es geht darum sich bei jedem Shooting auf den Hund einzulassen, den man gerade fotografiert.

Wie genau ist eure Vorgehensweise bei so einem Shooting?
Janina: Erstmal klären wir im Vorfeld ab, ob es Besonderheiten oder spezielle Wünsche gibt. Vor dem Shooting nehmen wir uns dann etwas Zeit, um den Besitzer und den Hund kennenzulernen. Uns ist wichtig, eine Verbindung zu beiden aufzubauen. Das schafft während des Shootings eine lockere Atmosphäre.
Ercan: Dann folgen einige Testläufe, um zu gucken wie zum Beispiel das Licht eingestellt werden muss. Wenn alles stimmt, geht es mit dem knipsen los. Danach können sich die Besitzer eine Vorschau der Bilder auf der Kamera ansehen. Wir laden die Fotos dann in unsere interne Cloud hoch, damit die Besitzer dann bequem von zu Hause aus die besten Bilder aussuchen und bestellen können.

Was ist eure schönste Erinnerung bei der Hundefotografie?
Janina: Auf Facebook wurden wir von einer Frau angeschrieben, die in der Nähe von Dortmund Saarlooswolfshunde hält. Von ihr wurden wir im Winter zu einem Fotoshooting eingeladen. Diese Gelegenheit konnten wir uns nicht entgehen lassen.
Ercan: Wir haben schon einige Fotosessions mit Tschechoslowakischen Wolfshunden gehabt, aber vorher noch nie mit einem Saarlooswolfshund. Es war wirklich ein tolles Erlebnis, diese schönen Tiere in kniehohem Schnee zu fotografieren.

Wann und wie fiel die Entscheidung, das Hobby zum Beruf zu machen?
Ercan: Gewerbe angemeldet habe ich vor sechs Jahren. Damals hatte ich nur zwischendurch kleinere Aufträge, aber mit Janina kam auch die Idee mit den Hunden und seitdem läuft es sehr gut.

Welche Hunderassen sind besonders dankbare Models, welche eher nicht?
Janina: Ich denke das hängt eher von dem Charakter des Hundes ab, als von der Rasse. Obwohl Labradore häufig einfach sind. Sie reagieren sehr dankbar auf das Futter, da sie von Natur aus verfressene Tiere sind.

Stimmt die alte Redensart, dass Hund und Halter sich oft sehr ähnlichsehen?
Ercan: Ich denke das können wir so bestätigen. Die Ähnlichkeit ist nicht nur optisch, sondern auch häufig vom Charakter her vorhanden.
Janina: Wobei man glaube ich auch dazu sagen muss, dass sich der Hund dem Besitzer natürlich in gewisser Weise anpasst und anders herum.

von Ruben Schiefke

(Fotos: EY! Fotographie)

BREMER Oktober 2019
BREMER Oktober 2019