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Interview mit SETYØURSAILS

In ihrer vergleichsweise jungen Bandgeschichte ist die Melodic-Hardcore Band SETYØURSAILS aus Köln bereits einen weiten Weg gegangen. Vor ihrem Auftritt auf dem Reload Festival in Sulingen, hatten wir die Ehre einige Fragen an die Frontsängerin Jules stellen zu können.

BREMER: Wie habt ihr euch zusammengefunden?

Jules: Wenn ich mich richtig erinnere war das Ende 2016. Da habe ich unseren Gitarristen Andre zufällig kennengelernt, mit dem ich dann auch gleich die ersten Songs erarbeitet habe.  Danach mussten wir fast ein halbes Jahr Leute casten, weil wir zu Beginn niemand passenden finden konnten. Als wir die Konstellation wie sie heute steht zusammenhatten, kamen auch recht zeitnah die ersten Auftritte zustande. Unser erstes Konzert war dann an Halloween 2017, nicht einmal ein Jahr später. Es hat eine Weile gedauert bis wir diese Zusammenstellung erreicht haben, dafür funktioniert sie einfach super gut. Wir sind mittlerweile mehr Freunde, als Kollegen. Und das spürt man.

Wie wichtig ist so ein freundschaftlicher Zusammenhalt, wenn man auf Tour unterwegs ist und viel Zeit miteinander verbringt?

Total! Wir haben insgesamt vier Mal die Leute getauscht, weil es zwischenmenschlich irgendwie nicht gepasst hat. Umso froher sind wir darüber, dass wir in der aktuellen Zusammensetzung so gut harmonieren. Dieser Zusammenhalt macht sich dann auch auf der Bühne bemerkbar, weil du weißt, du kannst dich auf die anderen verlassen.

Gibt es bestimmte Rituale, mit denen ihr euch auf einen Auftritt vorbereitet?

Warm-up ist natürlich wichtig, gerade wenn man anspruchsvollere Sachen mit seiner Stimme macht. Ansonsten springen wir dreimal im Kreis, klatschen uns ab und dann war’s das. Natürlich proben wir vor den Auftritten viel, sodass die meisten Abläufe schon sitzen.

Inwiefern variiert ihr eure Setlist in Bezug auf das Publikum und die Location?

Für die Festivalsaison haben wir zum Beispiel ein Set zusammengestellt, das durchgehend sehr wuchtig daherkommt. Nur das Intro beginnt mit einem etwas ruhigerem Song, danach wird bis zum Ende auf den Putz gehauen.

Spielt ihr lieber auf Festivals oder in kleineren Clubs?

Ehrlich gesagt spielen wir lieber auf Festivals, weil da die Stimmung oft super ist. Die Hälfte des Publikums ist wahrscheinlich seit vormittags schon am Bier trinken und hat daher Bock so richtig abzufeiern.  Außerdem geht man ja auf ein Festival, weil man Lust auf Musik und neue Bands hat. Das wirkt sich logischerweise positiv auf die Atmosphäre aus.

Wie groß ist denn mittlerweile eure Reichweite, wenn ihr auf Tour geht?

Noch kommen wir nicht so häufig aus Deutschland heraus. Aber mittlerweile sind wir immerhin schon ab und zu in Belgien und Holland unterwegs. Bald spielen wir vielleicht auf in Frankreich, aber da ist noch nichts fest abgemacht.

Welche Festivals stehen bei euch noch auf dem Plan?

Unser Auftritt auf dem Reload Ende August steht noch an, auf den wir uns riesig freuen! Danach gehen wir im September wieder auf Tour, die am 14. September mit einem Konzert in Antwerpen beginnt.

Hört ihr eure eigene Musik in eurer Freizeit?

Ne, gar nicht. Außer wenn wir gerade etwas Neues herausgebracht haben, um beispielsweise zu gucken was jetzt nicht unbedingt so geil gelaufen ist. Ich glaube ich würde irgendwann wahnsinnig werden, wenn ich mir das die ganze Zeit reinziehen würde, weil einem dann immer wieder auffällt was man hier und da anders hätte machen können. Ich würde mich dann eher über mich selbst ärgern, als es richtig genießen zu können.

Wie geht ihr beim Songwriting vor?

Das übernehmen Andre und ich, wobei die Texte von mir allein kommen. Darin behandele ich oft Themen wie Ängste, Verlust und Schmerz. Diesen Prozess durchlaufe ich ganz für mich allein. Es findet was den Text angeht kein Austausch mit den anderen Bandmitgliedern statt. Das ist für die anderen auch absolut kein Problem, das ist einfach unsere Arbeitsweise. Es würde auch nichts bringen, weil es ganz normal ist, dass man etwas am besten rüberbringen kann, das man selbst geschrieben hat.

Freundlicher Hinweis der Band: „Wer zu einem unserer Auftritte kommt, sollte für danach am besten eine Halskrause mitbringen.“

Der BREMER verlost ein Fanpaket von SETYØURSAILS inklusive T-Shirt und CD sowie zwei Kombitickets für das Reload Festival. Um teilzunehmen, einfach eine Mail mit dem Stichwort ‚SETYOURSAILS‘ bis zum 19. August an gewinne@bremer.de senden. 

Das Reload Festival findet vom 22. bis 24. August in Sulingen statt. Weitere Informationen unter: www.reload-festival.de. Ab sofort gibt es auch Tages­tickets für das Festival. Ta­ges­­­tickets für Freitag und Samstag sind ab jetzt bei Eventim und Metaltix erhältlich, ebenso wie Kombitickets für alle drei Festivaltage. Kombitickets gibt es außerdem bei der Volksbank Twistringen, den Kreissparkassen Sulingen und Diepholz und bei Shock Records in Osnabrück.

(Das Interview führte Ruben Schiefke)

 

BREMER Oktober 2019
BREMER Oktober 2019