Obwohl der Zeitraum zu kurz sei, um die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kriminalstatistik genau einschätzen zu können, verzeichnet die Bremer Polizei in bestimmten Bereichen rückläufige Zahlen, wie etwa bei Einbrüchen und Ver­kehrsdelikten.

Durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind viele Menschen stärker an ihre eigenen vier Wände gebunden, als es sonst der Fall wäre. Dadurch haben Einbrechende deutlich schlechtere Grundvoraussetzungen für ihre Tätigkeiten. Dasselbe gilt dabei für Geschäfte. Wenn der Laden zu bleibt, können auch keine Ladendiebe ihr Unwesen treiben. Auch die Zahlen der Rauschgiftdelikte, insbesondere im Bereich des Straßendeals, seien aktuell zurückgegangen.
Auf Bremens Straßen ist ebenfalls deutlich weniger los als noch vor der Krise. Im Zuge dessen ist die Zahl der Verkehrsunfälle im Zeitraum von Januar bis April um etwa 20 Prozent gesunken, wie die Polizei Bremen mitteilte. Mit einem Anstieg rechnete die Polizei in Bereichen der Nachbarschaftsstreitereien wie Lärmbeläs­tigungen oder Körperverletzungen, dieser sei aber bis jetzt ausgeblieben. Um vermeidbare persönliche Kontakte zu reduzieren, bietet die Polizei Bremen seit dem 24. März vorübergehend eine telefonische Anzeigenaufnahme an.
RS