Die von SAP und Telekom entwickelte Corona-App kann ab sofort im Google Play Store sowie im Appstore heruntergeladen werden. Forschende an der Universität Bremen haben untersucht, welche Faktoren für eine möglichst breite Nutzung gegeben sein müssen.

Die heiß diskutierte Corona-App ist nun zum Download für IPhones und Android-Smartphones erhältlich. Öffnet man die App, erklärt zunächst eine Begrüßungsseite, wie sie funktioniert. Über die Anwendung sollen Nutzer darüber informiert werden, ob sie mit einer Person in Kontakt standen, die mit dem Corona-Virus infiziert ist. So sollen Infektionsketten schneller durchbrochen werden. Per Funk sendet das Programm zufällige Identifikationsnummern an andere Smartphones in der Nähe, die die App ebenfalls installiert haben.

Wenn einer der Nutzer erfährt, dass er oder sie infiziert ist, soll diese Information anonym über die App mit anderen Nutzern geteilt werden. Da es im Vorfeld Bedenken in Sachen Datenschutz gab, ist in der Datenschutzerklärung detailliert dargestellt, welche Daten wie lange gespeichert werden und es wird erklärt, dass die datenschutzrechtliche Verantwortung beim Robert Koch-Institut liegt. Ein Telekomsprecher warnte bereits vor Fälschungen der App, wie sie es in Frankreich bereits mehrfach gegeben hat. Die Corona-Warn-App soll demnach nur aus dem Google Play Store oder dem Appstore geladen werden. Sie fragt den Nutzer niemals nach persönlichen Daten wie Name oder Adresse.
Wissenschaftler am Institut für Public Health und Pflegeforschung an der Universität Bremen haben rund 30 wissenschaftliche Arbeiten und Berichte ausgewertet, um der Frage nachzugehen, unter welchen Voraussetzungen die App überhaupt benutzt werden würde.
Als wichtigste Faktoren für eine möglichst breite Nutzung identifizierten die Forschenden Transparenz und ein hohes Datenschutzniveau. Zudem müsse die App technisch einfach zu handhaben sein, damit möglichst viele Menschen diese verwenden.

Zur Transparenz beitragen dürfte die Veröffentlichung des Quellcodes auf Github, der dort für alle einzusehen ist. Außerdem ist die Bundesregierung von ihrem Vorhaben abgerückt, die Daten zentral zu speichern, nachdem Gruppen wie der Chaos Computer Club vor möglichen Folgen gewarnt hatten.
RS