Sportlerinnen und Sportler in Bremen können wieder in größeren Gruppen von bis zu 30 Personen Kontaktsportarten wie Fußball, Handball oder Hockey betreiben.

Eine entsprechende Regelung trifft die elfte Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Coronavirus, die der Senat kürzlich verabschiedet hat. „Das wird sowohl für den Trainings- wie auch für den Wettkampfbetrieb gelten“, sagte Sportsenatorin Anja Stahmann. „Und es macht auch keinen Unterschied, ob der Sport in der Halle oder unter freiem Himmel ausgeübt wird.“ Die Verordnung soll noch in dieser Woche von der Gesundheitsbehörde veröffentlicht werden und tags darauf in Kraft treten.
„Die aktuelle Corona-Lage im Land Bremen mit derzeit rechnerisch 31 Infizierten macht diese weitgehenden Lockerungen möglich“, sagte die Senatorin, nicht ohne auf das Risiko hinzuweisen, dass die Maßnahmen jederzeit wieder zurückgenommen werden können, wenn die Infektionslage das erforderlich macht: „Das Virus hat von seinem Schrecken nichts verloren. Wir haben derzeit aber eine so geringe Ausbreitung, dass wir diesen Schritt wagen können.“ Jede und jeder einzelne bleibe aber weiterhin gefordert, das Risiko einer Ansteckung so gering wie möglich zu halten.

„Wir müssen weiter Wege in eine neue Normalität finden“, sagte die Senatorin. „Sport findet in festen Gruppen statt, man kann also im Falle eines Ausbruchs die Infektionswege gut nachverfolgen.“ Die Ausbreitung des Virus im Sport sei daher mit den zur Verfügung stehenden Kapazitäten relativ gut wieder einzudämmen. Die Lockerungen seien wichtig, „damit der organisierte Sport nicht in eine tiefere Krise rutscht, und die Mitglieder weglaufen“, betonte die Senatorin. Kinder und Jugendliche müssten zudem ausreichend Gelegenheit haben, sich zu verausgaben. Dabei spiele der Vereins- wie auch der Schulsport nach den Ferien eine wichtige Rolle.

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