Die Kultusminister der Bundesländer haben nunmehr den Weg für einen Regelbetrieb an Schulen nach den Sommerferien geebnet.

Dieser Schritt bedeutet für alle Schulen die Abkehr vom Abstandsgebot zwischen Kindern beziehungsweise Jugendlichen. Das Abstandsgebot für Erwachsene gilt weiter. Darüber hinaus sollen zudem die Hygiene-Konzepte greifen. Der Schritt sei notwendig, um das Recht der Kinder und Jugendlichen auf Bildung zu gewährleisten sowie die von den Schülerinnen und Schülern angestrebten Abschlüsse zu sichern. Dazu sei ein regulärer Schulbetrieb nach geltender Stundentafel in festen Klassenverbänden oder Lerngruppen notwendig.

„Wir müssen die Schritte zur Öffnung der Schulen politisch abwägen. Der gesellschaftliche Umgang mit den Rechten von Kindern ist im Vergleich zu den Erwachsenen bisher zu kurz gekommen. Nach aktuellem Stand der Wissenschaft sind Kinder zumindest keine Treiber des Infektionsgeschehens. Vor diesem Hintergrund und dem Recht der Kinder auf Bildung und Teilhabe streben auch wir im Bundesland Bremen für die Zeit nach den Sommerferien den Regelbetrieb in allen Schulen an. Wir müssen dabei natürlich die personellen und räumlichen Ressourcen berücksichtigen. Deshalb wird Unterricht auf Distanz im kommenden Schuljahr auch in unserem Bundesland durch eine umfangreichere digitale Ausstattung qualitativ verbessert und verbindlich gestaltet. Daran arbeiten wir mit Hochdruck. Die Pandemie ist nicht vorbei, das Infektionsgeschehen werden wir gemeinsam mit den Expertinnen und Experten aus dem Gesundheitsressort weiter beobachten und sehr schnell reagieren, genauso, wie wir es angesichts von Positiv-Fällen bereits an Kitas und Schulen machen. Als Arbeitgeber haben wir zudem für die Beschäftigten an öffentlichen Schulen sowie bei Kita Bremen Schutzausrüs­tungen wie FFP2-Masken, Visiere und Spuckschutze beschafft. Die Mitarbeitenden können sich nach Anmeldung testen lassen und wir erarbeiten mit dem Gesundheitsressort eine Teststrategie für Schulen und Kitas. Für viele Kinder und Jugendliche sind Kitas und Schulen wichtig – nicht nur, um von und mit Gleichaltrigen zu lernen, sondern auch, um regelmäßig aus dem häuslichen Umfeld heraus zu kommen“, so Dr. Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung.
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