hanseBAU & Bremer Altbautage – neue Wege
Vom 16. bis 18. Januar treffen sich Bau- und Sanierungsinteressierte wieder auf der hanseBAU und den Bremer Altbautagen in der Messe Bremen. Sie ist die größte Baumesse im Nordwesten. Außerdem wird die neue Sonderausstellung ‘Forum Denkmal’, die sich an Interessenten richtet, die sich eine Altbauimmobilie kaufen wollen oder bereits besitzen, das Themenfeld erweitern.
Nordwestdeutschlands größte Baufachausstellung vereint wieder 400 Ausstellende auf mehr als 20.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche rund ums Bauen, Sanieren, Ausbauen und Einrichten. „Besucherinnen und Besucher können mit Fachleuten aus über 50 verschiedenen Gewerken ins Gespräch kommen – darunter mit Dachdeckern, Kücheneinrichtern, Fensterbauern, Installateuren, Sanierungsprofis, Baustoffhändlern, Bauunternehmen und Landschaftsbauern. So haben sie die Möglichkeit, konkret an der Umsetzung ihrer Vorhaben zu arbeiten“, sagt Kerstin Renken, Bereichsleitung für Publikumsmessen der Messe Bremen. Parallel setzen die Bremer Altbautage ihren Schwerpunkt auf Energieeffizienz, moderne Heiztechniken und nachhaltige Sanierung.
Die Gartenwelt wächst und gedeiht
Für 2026 sind mehrere Schwerpunkte geplant: Die GartenWelt wächst und bietet noch mehr Inspirationen für die Gestaltung und Ausstattung von Gärten, Terrassen, Balkonen und Wintergärten. „Im Januar scharren schon viele mit den Füßen und wollen ihr grünes Wohnzimmer gestalten. Diesem Wunsch entsprechen wir mit der vergrößerten Gartenwelt“, sagt Projektleiter Sven Rapke.
Daneben gibt es zwei etablierte Themenbereiche, die Jahr für Jahr umlagert sind: Heizen mit Holz rückt die Nutzung von Holz als Energieträger in den Fokus – ob in Form von Pelletheizungen, modernen Kaminöfen oder klassischen Holzfeuerungen. Und in der Sonderausstellung Bauen mit Holz in Halle 5 zeigt das Holzhandwerk erneut, wie modern, nachhaltig und vielfältig dieser nachwachsende Baustoff eingesetzt werden kann.

Keine Angst vorm Denkmal!
Ganz neu hinzu kommt der Sonderbereich Denkmal Bremen. Dieser richtet sich an Eigentümerinnen und Eigentümer denkmalgeschützter Gebäude sowie an alle, die mit dem Gedanken spielen, ihr Haus mit ‘traditionellen’ Naturbaustoffen zu bauen oder zu sanieren. Fachleute geben auf der hanseBAU Einblicke in den richtigen Umgang mit historischen Materialien. Zudem teilen Baustoffhersteller und Handwerksbetriebe ihre Erfahrung mit traditionellen Baustoffen und zeigen, wie historische Bausubstanz fachgerecht erhalten werden kann.
„Eine Sonderausstellung, die Ängste abbauen und für die Schönheiten des Denkmals werben möchte“, sagt Organisator Gerald Kampen von Trendwende Bremen. Die Fläche, bietet mit ihren über 25 Ausstellenden aus den Bereichen Denkmalschutz, ‘Historische Baustoffe’ und Restauration einen Ort zum Austausch und neue Lösungen für denkmalgeschützte Gebäude.
Neue Energie für alte Häuser
Wie sich der Erhalt historischer Bausubstanz mit moderner Energietechnik verbinden lässt, zeigen die Bremer Altbautage. Die Messe bietet umfassende Informationen rund um nachhaltiges Bauen, Sanieren und Energiesparen. Ein besonderes Highlight ist die Sonderschau zur Wärmewende, die praxisnah zeigt, welche Rolle Wärmepumpen und Wärmenetze künftig in der Wärmeversorgung spielen werden. Besucherinnen und Besucher erhalten dort Einblicke in aktuelle Technologien, erfahren mehr über Fördermöglichkeiten und können direkt mit Fachleuten ins Gespräch kommen. Ein Besuch in Halle 7 bietet damit die Gelegenheit, sich kompakt und kompetent über zukunftsfähige Lösungen für den Gebäudebestand zu informieren.
Im vergangenen Jahr sind rund 700 Jugendliche – so viele wie noch nie – am Freitag über die Messe gelaufen und haben sich über die verschiedensten Ausbildungsberufe im Handwerk informiert. „Die Ausbildungsinitiative, die wir gemeinsam mit der Bremer Handwerkskammer veranstalten, ist eine echte Win-Win-Situation für die Jugendlichen und das Handwerk – die findet natürlich auch wieder am Messefreitag, den 16. Januar statt“, so Rapke.

Hilfe statt Hürden für historische Häuser
Denkmalgeschützte Gebäude gelten oft als kompliziertes Unterfangen. Mit dem ‘Forum Denkmal’ setzen die hanseBAU & Bremer Altbautage 2026 bewusst einen Gegenakzent. Die Sonderausstellung, die vom 16. bis 18. Januar in der Messe Bremen stattfindet, richtet sich an Eigentümerinnen und Eigentümer, Kaufinteressierte und Sanierungswillige – und will Orientierung statt Überforderung bieten. „Viele verbinden Denkmalschutz mit Verzicht und Unsicherheit“, sagt Projektleiter Sven Rapke. Tatsächlich gebe es jedoch „jede Menge Unterstützung, und zwar fachlich, finanziell und handwerklich“.
Kuratiert von Gerald Kampen (Trendwende Bremen) bündelt das Forum Fachhandwerk Denkmalpflege, Förderstellen und Materialexperten an einem Ort. Themen sind unter anderem Zuschüsse, günstige Darlehen, steuerliche Vorteile sowie praktische Fragen der Umsetzung. „Denkmalschutz lebt vom Dialog – nicht von starren Vorgaben“, so Kampen.
Wie dieser Dialog aussehen kann, zeigen Restauratoren, Denkmalämter, der Monumentendienst und Initiativen wie die Bauteilbörse Bremen. Fachvorträge und Demonstrationen schlagen den Bogen von traditionellen Techniken bis zu zeitgemäßer Energieeffizienz im Bestand – und machen deutlich, welches ökologische, kulturelle und wirtschaftliche Potenzial in historischen Häusern steckt.
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Vom 16. bis 18. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr in Halle 5-7, Messe Bremen, weiter Infos unter www.hansebau-bremen.de und www.bremer-altbautage.de






