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Der seltsame Fall der Prudencia Hart

Dezember 9 @ 19:30 - 21:30

Das preisgekrönte Stück des schottischen Autors David Greig erlebte 2010 seine Uraufführung und wurde seitdem mehrfach im englischsprachigen Raum nachgespielt. Die Bremer Spielstätte bringt es zum ersten Mal in deutscher Sprache auf die Bühne.

Am Tag vor der Wintersonnenwende fährt die junge, etwas zugeknöpfte Literaturwissenschaftlerin Prudencia Hart in das beschauliche Grenzstädtchen Kelso zu einem Kongress über romantische Grenzballaden. Auf den Schneesturm hatte ihre Wetter-App sie vorbereitet, doch dass sich in der bevorstehenden Wintersonnenwendenacht – nach einer alten Mythologie – ‘das Tor zur Anderswelt’ öffnet, damit rechnet sie nicht.

Und so stolpert sie im völlig eingeschneiten Kelso durch einen ‘Riss in der Zeit’ in ein Bed & Breakfast, welches der Teufel persönlich führt. In einem wilden, anarchischen Ritt findet sie sich in einer Welt wieder, in der sich alles anders zeigt, als sie dachte und doch alles möglich scheint – sogar, dass sie selbst gar nicht so zugeknöpft ist.

Mit Witz hat David Greig eine Ballade geschrieben, die diese Gedichtform selbst äußerst modern auf die Schippe nimmt: Paarreime kollidieren mit Karaoke, teuflische Begegnungen mit Kylie Minogue und jeder Menge Sambucas. Eine lyrische, verführerische, dreiste, philosophische, zum Abwinken komische Komödie mit Musik, die in der Tradition des englisch-schottischen Pub Theatre steht.

Passend dazu präsentiert sich das Theater am Leibnizplatz atmosphärisch als Kneipe. Das Publikum sitzt zwanglos nah an der Bühne, teilweise mitten im Geschehen und eine Bar mit Getränkeverkauf rundet das Konzept ab.

„Patricia Benecke war überzeugt, dass dieses Stück nicht zu übersetzen ist”, sagt Simon Elias über seine Übersetzungskollegin und Regisseurin. Benecke inszenierte bereits die Stücke ‘Love Love Love’ (2018) und ‘Das Wintermärchen’ (2020) für die bremer shakespeare company.

Elias selber war jedoch so fasziniert von dem Buch ‘Der seltsame Fall der Prudencia Hart’, dass er sich einfach an das Projekt wagen musste und nach ersten Textproben Benecke schließlich mitzog. Wie er selber findet, mit vollem Erfolg: „Beinahe jeder Vers ist so exakt wie möglich von uns übersetzt worden und rund 80 Prozent davon reimen sich auch.” Die Sprache ähnelt stellenweise einem Rap-Sprech-Gesang, der einem eigenen, dynamischen Rhythmus folgt. Simon Elias verspricht, die Aufführungen werden „möglichst wild, möglichst anarchisch” – ganz im Stil der Ballade selbst.

Details

Datum:
Dezember 9
Zeit:
19:30 - 21:30
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltungsort

Theater am Leibnizplatz
Schulstraße 26
Bremen, 28199 Deutschland
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Telefon:
0421 500222
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