Glacier & Skeithan
Dichte Wände aus Klang, lange Spannungsbögen und eine Lautstärke, die weniger auf Effekte als auf körperliche Präsenz setzt: Mit ‘Glacier’ kommt ein Vertreter der US-amerikanischen Post-Metal-Szene in die Stadt. Eröffnet wird das Konzert von den Bremer:innen ‘Skeithan’, die mit ihrer intensiven Mischung aus Melodik und Brutalität den Abend perfekt abrunden.
2012 in Boston gegründet, haben sich ‘Glacier’ mit einer Reihe von EPs und inzwischen zwei Alben in der Szene etabliert. Spätestens mit ‘A Distant, Violent Shudder’ (2024) rückte die Band stärker in den Fokus, nicht zuletzt durch Auftritte bei Festivals und Touren mit Acts wie ‘Cave In’ oder ‘Pelican’.
Der Nachfolger ‘More Distant/More Violent’ (2025) führt diesen Ansatz weiter – als Ergänzung und Neuinterpretation des Materials, erweitert um Beiträge aus dem Umfeld der internationalen Post-Metal-Szene. Charakteristisch ist dabei ein Sound, der sich langsam aufbaut, schichtet und verdichtet, bis er sich in massiven, oft überraschend dynamischen Passagen entlädt.

Live übersetzen ‘Glacier’ diese Struktur in eine entsprechend physische Erfahrung: weniger klassische Songdramaturgie, mehr ein kontinuierlicher Fluss aus Laut und Leise, Druck und Raum. Gerade in kleineren Clubs entsteht daraus eine Intensität, die weit über reine Lautstärke hinausgeht.
‘Skeithan’ setzen davor einen eigenen Akzent: schwere Riffs, treibende Grooves und die markerschütternde Stimme von Sängerin Claude treffen auf ein Wechselspiel aus brachialen und ruhigeren Passagen.
Zwischen Sludge, Metal und Post Rock entwickelt das Trio eine Dynamik, die sich live in einer fast tranceartigen Intensität entlädt. Nach ihrem Demo ‘The Dying of Light’ ist inzwischen weiteres Material entstanden, das den Sound konsequent weiterführt. Ein Abend für alle, die es gerne laut, dicht und körperlich mögen. Und die wissen, dass sich gerade in der Wiederholung und im Aufbau die größte Wucht entfalten kann.
CB
Am 9. Mai um 20 Uhr, Altes Sportamt Bremen
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