Fair-Weather-Fest: Szene trifft Steintor

Große Namen als Zugpferde sucht man beim Fair-Weather-Fest bewusst vergeblich. Stattdessen setzt das junge Festival auf musikalische Entdeckungen, kurze Wege und eine enge Anbindung zur Szene. Nach der ausverkauften Premiere 2025 kehrt das Festival am 5. und 6. Juni ins Bremer Viertel zurück und verwandelt das Steintor erneut in einen Treffpunkt für Fans von Punk, Emo und Hardcore.

Bespielt werden mehrere Spielstätten gleichzeitig, darunter das Kulturzentrum Lagerhaus, die Lila Eule, das Eisen und das Calavera. Auf den Bühnen stehen nationale und internationale Acts wie ‘Papst’, ‘Brockhoff’, ‘Shooting Daggers’, ‘Jared Hart’, ‘Between Bodies’, ‘Abramowicz’ (siehe Beitragsbild), ‘Harker’, ‘Emperor X’, ‘Currls’, ‘Elm Tree Circle’, ‘State Power’ oder ‘City Light Thief’. Ergänzt wird das Programm durch Überraschungsauftritte in Plattenläden, Tattoo-Specials und weitere Aktionen im Viertel.

Das Besondere am Fair-Weather-Fest ist jedoch weniger die Größe als die Haltung dahinter. Die Organisatoren verzichten bewusst auf teure Headliner und setzen stattdessen auf ein sorgfältig kuratiertes und musikalisch vielfältiges Line-up.

„Alle Bands, die auftreten, sind Acts, die wir selbst begeistert hören“, betonen die Veranstalter. Gleichzeitig legen sie Wert auf ein ausgewogenes Programm und möchten Besucher die Möglichkeit geben, neue Lieblingsbands zu entdecken, statt nur bekannte Namen abzuhaken. Schon die Premiere 2025 zeigte, dass dieses Konzept funktioniert.

Die Veranstaltenden (v.l.n.r.): Christopher Hollmann, Yannic Arens, Laurin Rutgers und Claas Reiners Foto: Turboart
Die Veranstaltenden (v.l.n.r.): Christopher Hollmann, Yannic Arens, Laurin Rutgers und Claas Reiners Foto: Turboart

Das Festival war Tage vor Beginn ausverkauft und wurde von einer Atmosphäre geprägt, die weit über die Konzerte hinausging. Besonders in Erinnerung geblieben seien Rückmeldungen von Gästen, die keine der auftretenden Bands kannten und trotzdem begeistert nach Hause gingen. Genau dieser offene und neugierige Geist soll auch 2026 wieder im Mittelpunkt stehen.

Denn die eigentlichen Stars des Festivals sind nicht nur die Bands. Ebenso wichtig sind die Clubs, die Straßen und Plätze dazwischen – und vor allem das Publikum selbst.

Da alle Spielstätten nur wenige Gehminuten voneinander entfernt liegen, wird das Viertel zum Festivalgelände. Zwischen den Konzerten entstehen Begegnungen, Gespräche und spontane Entdeckungen.
Oder, wie es die Organisatoren formulieren: Die Bands liefern den Soundtrack dazu – und zwar einen verdammt guten.“

MD/FR

Am 5. & 6. Juni, Viertel Bremen. Weitere Infos rund um das Festivalprogramm: fairweatherfest.de

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