Die Urlaubszeit und Semesterferien sind vorbei und so rauchen überall in Bremen wieder die Köpfe über den täglichen Aufgaben. Um der Nach-Urlaubsträgheit des Gehirns zu entkommen, kann auch gezielt etwas für eine bessere geistige Leistungsfähigkeit getan werden – durch die richtige Ernährung.

Es wiegt gute 1,5 Kilogramm und verbraucht selbst im Ruhezustand bis zu 25 Prozent der Gesamt­energie des Körpers: das Gehirn ist rund um die Uhr aktiv und benötigt aus diesem Grund auch einen konsistenten Nachschub an Energie. Um seine kognitiven Fähigkeiten zu verbessern, kann jeder selbst etwas tun und auf eine gezielte Ernährung achten.

Ein Mensch kann bis zu 60 Tage ohne Nahrung überleben – doch nur bis zu vier Tage ohne Wasser. Aus diesem Grund ist für das Gehirn vor allem eines wichtig: eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Der menschliche Denkapparat besteht zu ¾ aus Wasser. Gibt es von diesem nicht genügend, sinkt die Funktionsfähigkeit und die Dendriten schrumpfen. Letztere sind für die Weiterleitung von Informationen zuständig. Gibt es nicht genügend Wasser, verschlechtern sich die Weiterleitung der Informationen und die Hirnleistung. Empfohlen wird daher, bei einer normalen körperlichen Betätigung täglich bis zu drei Liter Wasser zu trinken. Wer Sport treibt, muss jedoch die Menge an ausgeschwitzter Flüssigkeit be­achten und dementsprechend mehr trinken. Neben Wasser ist auch Tee vom Gehirn gern gesehen – vor allem grüner Tee soll die Gehirnaktivität anregen.

Ein weiterer Hauptbestandteil unseres Gehirns sind Fettsäuren. Omega-3-Fettsäuren verbessern die Leitfähigkeit zwischen verschiedenen Gehirnzellen und sollen zudem das Gedächtnis stärken, damit man sich neue Lerninhalte einfacher und langfristiger einprägen kann. Die Fettsäuren sind vor allem in Kaltwasserfischen wie Lachs, Thunfisch, Hering oder Makrele enthalten.
Wenn man kein Fan von Fisch ist, kann man getrost auf Nüsse zurückgreifen und dennoch die benötigte Menge an Omega-3-Fettsäuren erreichen. Das bekannte Studentenfutter hilft also wirklich, um das Lernen zumindest etwas zu erleichtern. Ideal, um Konzentrationsschwächen vorzubeugen sind vor allem Cashew­nüsse. Aber auch Mandeln, Wal-, Hasel- und Erdnüsse sind nützlich fürs Gehirn.

Wer sich schlecht konzentrieren und keinen festen Gedanken fassen kann, der sollte überprüfen lassen, ob er Eisenmangel hat. Dieser ist nach zahlreichen Studien einer der Hauptgründe für Konzentrationsschwächen. Denn Eisen bindet Sauerstoff und versorgt somit das Gehirn mit dem lebenswichtigen Element. Die besten Eisenlieferanten sind rotes Fleisch und Leber, doch auch Rote Bete und Spinat enthalten viel Eisen.
Ein wesentlicher Bestandteil von Gehirnzellen ist zudem in Eiern zu finden – das enthaltene Cholin verbessert die Gedächtnisleistung.

Auch die oftmals verurteilten Kohlenhydrate sind essentiell für das Gehirn, denn sie sind der erste Nährstoff, den das Gehirn bei Aktivitäten verbraucht. Vor allem Kohlenhydrate aus Getreideprodukten, Hülsenfrüchten und Kartoffeln sind schnell verbraucht. Durch die Aufnahme von Kohlenhydraten wird zudem die Bildung des Botenstoffes Serotonin gestärkt, der Stress vorbeugt und so für eine gute Konzentrationsgrundlage sorgt.

Früchte wie Avocados verbessern zudem die Durchblutung des Gehirns und sorgen so für eine hohe Leistungsfähigkeit. Grund dafür sind die zahlreich vorhandenen ungesättigten Fettsäuren. Doch auch andere Früchte wie Wassermelonen, Orangen, Äpfel, Trauben und Kirschen wirken sich positiv auf den Denkapparat aus.
MR