Meltdown & Spirited Away

Zwei junge Bands aus der Region, zwei unterschiedliche Ansätze – und ein gemeinsamer Nenner: rohe Energie und Haltung. Im Meisenfrei treffen Ende April politisch aufgeladener Thrash Metal und noisiger Alternative-Sound aufeinander – bei freiem Eintritt.

Den Auftakt macht ‘Spirited Away’. Das Trio aus Wildeshausen setzt auf eine Mischung aus Post-Hardcore, Noise Rock und Alternative Rock und lässt dabei den Geist der 90er wieder aufleben. Harte Riffs, Gitarren-Feedback, dynamische Drums und ein spürbarer Hang zur Melancholie prägen ihren Sound. Dabei blitzen Spuren von ‘Silverchair’, ‘Nirvana’, ‘Helmet’ oder ‘Quicksand’ auf, ohne dass die Band in bloßer Nostalgie steckenbleibt.

Spirited Away Pressefoto
Spirited Away Pressefoto

Im Anschluss übernimmt ‘Meltdown’ aus Bremen. Die Band hat sich erst 2024 formiert, aber bereits früh ein klares Profil entwickelt. Ihr Sound bewegt sich zwischen Thrash- und Heavy Metal, getragen von druckvollen Riffs und einer direkten, oft konfrontativen Sprache. Inhaltlich bezieht das Quartett deutlich Stellung: gegen Rassismus, Diskriminierung und Krieg. 2025 wurden sie beim Bremer Schulrock-Festival im Schlachthof zur besten Band des Abends gewählt und gewannen einen Aufnahmetag samt Videoproduktion. Nicht nur gesanglich, auch in ihren technischen Instrumentalfähigkeiten erinnert die Band an frühe Thrash-Größen wie ‘Megadeth’.
Mit ‘Los Siervos’ haben sie zudem einen programmatischen Song veröffentlicht, der um Macht, Fremdbestimmung und die Illusion von Freiheit kreist. Die zweite Single ‘End Of Beginning’ erschien Ende März und besticht mit präziser, erbarmungsloser Härte.
Gemeinsam zeichnen ‘Spirited Away’ und ‘Meltdown’ das Bild einer lokalen Szene, die stilistisch breit aufgestellt ist und zugleich klare inhaltliche Positionen bezieht.

Christoph Becker

Am 28. April um 20 Uhr, Meisenfrei, Eintritt frei

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