Viele Berufstätige pendeln täglich zwischen Wohn- und Arbeits­ort – dabei nutzen sie vor allem das Auto, wie eine Beschäftigtenumfrage der Arbeitnehmerkammer Bremen darlegt.

Insgesamt 72 Prozent der Pendlerinnen und Pendler, die nach Bremen zum Arbeiten fahren, nutzen den Privat-Pkw oder Firmenwagen. In Bremerhaven sind es sogar 86 Prozent der Einpendler. Dies geht aus den Zahlen des aktuellen KammerKompakt zum Thema Pendeln hervor, das die Arbeitnehmerkammer kürzlich vorgelegt hat.
„Oft fehlen die Alternativen, um aus dem Umland in angemessener Zeit in die Städte zu kommen“, mahnt Ingo Schierenbeck, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen. Selbst im innerstädtischen Verkehr nutzen Bremer und Bremerhavener häufig das Auto für den Arbeitsweg.
Laut Arbeitnehmerkammer könnte der Pendlerverkehr mit einer Ausweitung von Homeoffice deutlich reduziert werden. „In der Corona-Pandemie haben viele Unternehmen positive Erfahrungen mit dem Arbeiten von zu Hause gemacht. Deshalb sollte jetzt auch ein Anspruch auf Homeoffice geschaffen werden“, betont Schierenbeck. Das gilt sicherlich auch für einen Großteil der Arbeitnehmer, denn Pendeln bedeutet häufig mehr Stress.
Eine kürzlich veröffentlichte Umfrage von YouGov und Statis­ta zeigt, dass der Wegfall des Arbeitsweges für die Beschäftigten im Homeoffice der größte Gewinn ist. Unterm Strich käme es zusätzlich zu weniger Lärm für die Anwohner entlang der Hauptverkehrswege und zu einer Reduzierung von Emissionen.

FR/RS