Zum schönsten Tag im Leben will alles gut ausgewählt sein: Das Brautkleid, der Anzug für den Bräutigam, der Blumenstrauß und der Ort zum Feiern. Die Kombi aus all dem lässt den Tag unvergesslich werden, wobei für viele Paare mittlerweile der Fokus auf Natürlichkeit liegt.

Schon bei der Kleidung kann man auf Nachhaltigkeit setzen. Immer mehr Hersteller bieten Kollektionen an, bei deren Herstellung auf eine faire Entlohnung der Näherinnen und Näher geachtet wird. Kurze Transportwege, zeitlose Schnitte und ökologische Materialien wie Bio-Seide, bei der die Seidenraupen am Leben bleiben, sorgen schon beim Kleiderkauf für ein gutes Gewissen.

Bei den Schuhen sollte man darauf achten, dass das Leder nicht wie üblich mit Chrom gegerbt wurde. Dem sind die Arbeiter der Gerbereien oft schutzlos ausgesetzt und die Gerb-Abwässer richten ökologische Schäden an. Ideal sind Schuhe aus pflanzlich gegerbtem Leder.

Was wäre eine Hochzeit ohne Trauringe? Leider werden Gold und Edelsteine oft unter men­schenunwürdigen Verhältnissen ge­schürft. Auch die Umwelt leidet unter der Gewinnung der Rohstoffe. Informieren Sie sich daher über faires Gold. Einige Goldschmiede bieten außerdem die Verarbeitung von Gold aus altem Schmuck an. Kann es ein schöneres Symbol geben, als dass die Ringe aus dem Gold beider Familien geschmiedet werden?

Saisonale, regionale und fair gehandelte Produkte kommen bei einer grünen Hochzeit auf den Tisch. Weniger oder gar kein Fleisch ist ratsam. Sollte doch Fleisch auf dem Menü stehen, greift man idealerweise zu Bio-Produkten. Bei Fisch sollte man darauf achten, dass keine gefährdeten Arten verzehrt werden.

Mit einem Caterer oder dem Gasthaus überlegt man sich am besten, wieviel wirklich zubereitet werden sollte, um so Lebensmittelverschwendung möglichst zu vermeiden. Vielleicht können die Gäste am Ende noch etwas mitnehmen? Auch der Fleischkonsum könnte etwas reduziert werden. Es gibt viele schmackhafte vegetarische Alternativen. Wenn es ohne Fleisch und Fisch nicht geht, sollte man versuchen, diese in Bio-Qualität zu erhalten.

Eine Hochzeit ohne Blumenstrauß ist undenkbar. Auch der Bräutigam trägt gerne eine Blume am Revers und die Tische werden festlich mit Blumengestecken oder Sträußen geschmückt. Doch viele importierte Blumen sind leider alles andere als fair gehandelt. Regionale Blumen sind daher die bessere Wahl.

Man muss nicht jeden Punkt umsetzen, denn letztlich zählen auch kleine Schritte und am Ende soll der Hochzeitstag allen Freude bereiten!

HG

(Foto: Wilvorst)