Nach dem sehr gut besuchten ersten Teil der Doppelausstellung zur Konkreten Kunst aus Bremen und der Region stellt die Städtische Galerie nun den zweiten Teil vor. In der Sonderschau „konkret bremen II“ werden Werke von 13 Künstlern und Künstlerinnen präsentiert; von Andreas Becker, Katja Blum, Nicholas Bodde, Sebastian Dannenberg, Tobias Heine, Franziska Keller, Ernst Matzke, Ulrike Möhle, Edeltraut Rath, Sabine Straßburger, Wolfgang Wagner-Kutschker, Martin Voßwinkel und Daniel Wrede.

Sie nutzen Malerei, Skulptur, Rauminstallation, Video und Videoperformance als Medien. Die 13 künstlerischen Positionen machen verwendete Materialien zum Kern des Werkes, sie beziehen sich auf Errungenschaften der Konkreten Kunst, sie reflektieren über den spezifischen Raum, eine bestimmte Farbe oder Materialeigenschaften. Im Foyer der Galerie wird der gesamte Raum mit einer malerischen Lichtinstallation überzogen. Auch die Beziehungen zu den Betrachtern werden zum Teil ihrer Werke.

Die Ausstellung wird am Samstag, 25. Januar 2020, um 19 Uhr eröffnet und ist bis zum 29. März 2020 zu sehen. Im Laufe von „konkret bremen II“ wird ein Ausstellungskatalog vorgestellt, der beide Ausstellungsteile und alle 27 künstlerischen Positionen umfasst.

„konkret bremen I und II“ präsentiert insgesamt 27 künstlerische Positionen, die zwar einem konkreten Ansatz folgen, aber über die historisch festgelegten Grenzen der Konkreten Kunst individuell hinausgehen. Gemeinsam ist den Künstlerinnen und Künstlern, dass ihre Arbeiten gegenstandslos und nicht figurativ sind, nicht narrativ und stattdessen ‚entindividualisiert‘. Die häufig formal reduzierte künstlerische Sprache bildet eine Gemeinsamkeit der ausgewählten Werke.

Dazu kommt eine kunstimmanente Selbstbefragung hinsichtlich der künstlerischen Mittel und Materialien. Die große Anzahl konkret arbeitender Künstler und Künstlerinnen in der regionalen Kunstszene, die sich in verschiedenen Medien ausdrücken, zieht sich über mehrere Generationen hin. Wenn ihre Ausgangspunkte auch unterschiedlich sind, so eint sie doch, dass der Bezug auf das Konkrete sie zu weitergehenden Fragestellungen anregt, die über den kunstimmanenten Bezug hinausgehen.

Der erste Teil der Ausstellung mit 14 künstlerischen Positionen ist mit sehr positiver Resonanz und vielen Besuchern bis zum 5. Januar 2020 gelaufen.