In einer Pressekonferenz ließen die Verantwortlichen der Shakespeare Company die vergangene Spielzeit unter Corona-Bedingungen Revue passieren und kündigten ihre Pläne für die kommenden Monate an.

Als bekannt wurde, dass aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus vorerst keine Aufführungen der Shakespeare Company stattfinden, konnten die Verantwortlichen nicht untätig rumsitzen. Sie starteten einen Aufruf in die Bremer Kulturszene und entwickelten mit verschiedenen Bremer Kulturakteuren ein buntes Programm für den Sommer.
Obwohl anfangs nur 40 Veranstaltungen im Rahmen des SommerSummarum geplant waren, erzählt Renate Heitmann, seien am Ende insgesamt 300 Veranstaltungen zustande gekommen, da die Nachfrage nach Auftrittsmöglichkeiten groß war und man niemandem die Chance in dieser schwierigen Zeit verwehren wollte.

Bei den ersten Aufführungen, die unter Pandemiebedingungen wieder stattfinden konnten, sei der aufgestellte Saalplan mit Abstandseinhaltung und Platznummerierung beim Publikum gut angekommen. Allgemein habe eine sehr konstruktive Stimmung geherrscht, bei der alle mitgezogen seien, so Renate Heitmann. Allerdings konnte die Shakespeare Company ihren Saal unter den aktuellen Voraussetzungen selbstverständlich nicht komplett mit zahlenden Gästen füllen und verzeichnete daher in der Jahresbilanz einen Einbruch im Umsatz sowie bei den Publikumszahlen. Von 232 geplanten Veranstaltungen konnten nur 173 stattfinden. Dem entstandenen Verlust habe man mit Kurzarbeitergeld sowie einem eingerichteten Spendenfonds entgegengewirkt, erklärt Peter Lüchinger.

In den kommenden Monaten bis Weihnachten stehen neben elf Stücken insgesamt vier coronagerechte Shakespeare-Monologe aus den Perspektiven von Nebencharaktern verschiedener Werke im Programm. Diese finden im wöchentlichen Wechsel mit den regulären Aufführungen statt und lassen durch ihr Format aktuell viel zu. Nur eine Person auf der Bühne bedeutet mehr Freiraum für den Künstler, ebenso wie für das Publikum davor. Die Vorstellungen sollen jeweils zwischen 40 und 70 Minuten dauern, sodass auch an einem Abend mehrere Termine stattfinden können. „Das ist in der momentanen Situation ein Vorteil von Shakespeares Stücken, dass man sie auf viele verschiedene Weisen er­zählen kann“, merkt Renate Heitmann an.

Ruben Schiefke

Den Spielplan und Tickets gibt es im Netz unter: www.shakespeare-company.com