Viele Bremer*innen möchten gerade in der Corona-Zeit gern ein paar Kilo abnehmen. Als Methode wird dabei das Intervallfasten immer beliebter. Ausschlaggebend beim Intervallfasten ist der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme. Die Formen unterscheiden sich bezüglich Häufigkeit und Dauer der Karenz. Doch was steckt dahinter?

Fasten bedeutet verzichten – auf bestimmte Getränke, Lebens- und Genussmittel. Für viele Menschen wirkt sich der Nahrungsverzicht positiv auf ihr Wohlbefinden sowie ihre Konzentrationsfähigkeit aus. Gleichzeitig hilft er dabei, Gewicht zu verlieren. Das Intervallfasten kann auf unterschiedliche Weise durchgeführt werden. Die für einen persönlich passende Methode kann individuell gewählt kann. Bei der 16:8-Methode wird 16 Stunden am Tag keine Nahrung zu sich genommen. Erlaubt sind in dieser Zeit nur Wasser und ungesüßte Getränke wie Tee. In den restlichen acht Stunden kann wie gewohnt gegessen werden.

Beim 5:2-Fasten wird an fünf Tagen ganz normal gegessen und an zwei Tagen die Kalorienzufuhr gesenkt – bei Frauen auf etwa 500 Kilokalorien, bei Männern auf 600 Kilokalorien. „Geeignet sind unter anderem ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Gemüse, Obst und Vollkornprodukte. Zum Teil werden aber auch nur flüssige Lebensmittel, beispielsweise Suppen, gegessen“, erklärt Er­nährungs­wissen­schaftlerin Dr. Annette Neubert vom Nestlé Ernährungsstudio. Die Fastentage können frei gewählt werden und wöchentlich variieren. Beim alternierenden Fasten hingegen wird jeden zweiten Tag gefastet, wobei die Kalorienzufuhr wie bei der 5:2-Methode an diesen Tagen deutlich reduziert wird.
Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung eignet sich das Intervallfasten allein nicht für eine langfristige Gewichtsreduktion, wenn sich nicht gleichzeitig der Lebensstil verändert, indem man sich ausgewogen ernährt und ausreichend bewegt. Vor dem Fasten sollte mit einem Arzt geklärt werden, ob ein Nahrungsverzicht oder eine Kalorienreduktion gesundheitlich unbedenklich ist. Vor allem Menschen mit niedrigem Blutdruck, Stoffwechselerkrankungen und chronischen Krankheiten sollten sich im Vorhinein einer medizinischen Untersuchung unterziehen. Dies gilt auch bei hohem Alter. In der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Essstörungen oder Untergewicht sollte keinesfalls gefastet werden.

Simone Cordes