Die Stahlwerke der EU laufen durch steigende Stahlimporte aus anderen Ländern in Gefahr: So stieg (mit einer Ausnahme von 2017) der Import aus Dritten Ländern von 2015 bis 2018 um 7,2 Millionen Tonnen (+22,2%) an.

Die liefernden Länder sind hierbei hauptsächlich Russland, die Türkei, Ukraine an der Spitze, danach Südkorea, Indien und China. Die Bremer Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt will sich für höhere Schutzzölle auf gedumpte Stahlimporte aus China und der Türkei einsetzen. Dumping schadet den Preisen der Stahlindustrie und sorgt für einen schwierigeren Export von Stahl von Deutschlan bzw. der EU aus. Während Chinas Stahlimporte (direkt & indirekt) weiterhin sinken, steigen die Importe von Stahlprodukten in Deutschland an. Knapp 2.000 Mitarbeiter von ArcelorMittal in Bremen demonstrierten bereits im Juni für fairen Wettbewerb und effizienten Handels- und Klimaschutz.